Auf die Matte fertig los!

Auf die Matte – fertig – los!

Die eigene Yogapraxis als Yogalehrerin

Heute möchte ich gerne etwas Persönliches mit Dir teilen. Ich war gestern seit langem wieder einmal in einem Yogastudio, um etwas für MICH zu tun. Es war ein unbeschreiblich schönes und wohltuendes Erlebnis und hat mich wieder spüren lassen wie es meinen SchülerInnen wohl so gehen muss nach einer Yogastunde. Ich war beflügelt von den Bewegungen und ich habe anschließend auch zu meiner Freundin gesagt, dass in der Bewegung so viel „in Bewegung“ kommt – auch emotional! Die Matte und ich – zeitweise konnte ich in der Vinyasa Stunde voll in den Flow kommen und war voll bei mir! Ein Gefühl, das mir wieder bestätigt hat, warum ich mich für diesen Lebensweg entschieden habe!

Als Yogalehrerin, und da glaube ich spreche ich auch für einige meiner KollegInnen, ist es oft so, dass die eigene Praxis leider oft ein wenig auf der Strecke bleibt. Man selbst geht von Tag zu Tag in die Stunden und hat das Bedürfnis, das „Lebensgefühl Yoga“ anderen YogInis zu vermitteln – sie in einen Flow zu bringen. Und ab und an ertappt man sich eben dabei, dass man sich keine oder nur wenig Yogapraxis für sich selbst gönnt. Dabei ist es so wichtig! Einerseits um bei sich zu sein/bleiben und andererseits auch um verschiedene Yogastile und neue Richtungen kennenzulernen, um up-to-date zu bleiben. Aber was man auch nicht vergessen sollte, man hat seinen SchülerInnen gegenüber ja auch eine gewisse Vorbildwirkung.

Daher ist mein Ziel nun wieder öfter selbst in die Praxis zu gehen und verschiedene (neue) Stile auszuprobieren. „Home is where my mat is“!

 

Die eigene Yogapraxis in den Alltag integrieren

Ich werde immer wieder gefragt, wie oft man Yoga praktizieren soll und meine Antwort ist immer dieselbe: Spüre in Dich hinein – so oft wie Du Lust hast. Ich halte es so: lieber zeitlich nicht so lange praktizieren, aber dafür öfter und regelmäßig – denn so kann man die Erfolge auch wirklich spüren! Dies führt wiederum zu Motivation und erhöhter Selbstdisziplin. Und dabei ist es egal, ob Du die Praxis in einem Studio machst oder in den eigenen vier Wänden. Ich denke ein Mix ist ideal.

 

Hier fünf kurze Tipps, wie Dir Deine regelmäßige Yogapraxis leichter fällt – die Yogapraxis sollte SMART sein!

S – Spezifisch

Setz Dir ein realistisches Ziel, wie oft Du pro Woche Yoga machen möchtest. Es bringt nichts, wenn Du Dir als Ziel setzt jeden Tag und Du Dich dann gestresst und genervt fühlst, und daraufhin bald wieder das Handtuch schmeißt und Deine Yogamatte in die Ecke stellst. Fang doch mit 2x die Woche an und steigere Dich auf jeden zweiten Tag und bald wirst Du Dir Deine tägliche Mattenmomente gar nicht mehr nehmen lassen wollen!

M – Messbar

Setz Dir schrittweise Ziele bei den Übungen (sowohl bei den Atem- als auch bei den Körperübungen). Nehmen wir als Beispiel: den Kopfstand. Zu allererst – stärke Deinen „Kern“ (Core muscles) mit einfachen Bauchübungen, wie zB Situps oder der Delfin-Planke (siehe hier: http://www.yogajournal.com/pose/dolphin-plank-pose/). Anschließend übe den Delfin (http://www.yogajournal.com/pose/dolphin-pose/) und erst dann versuche Deine Beine an den Oberkörper ran zu ziehen, um langsam in den Kopfstand zu kommen. „Step-by-step“ führt Dich über Lang oder Kurz sicher effizienter, nachhaltiger und motivierter zum Ziel!

A – Attraktiv

Gönne Dir etwas nach getaner Wochen-Praxis. Du hast Dein Ziel geschafft – geh ins Kino, gönne Dir einen Besuch in Deinem Lieblingsitaliener, oder kauf Dir ein neues Yoga Accessoire … Mach einfach was Dir Spaß macht und sag „Tschakkkkaaa – ich hab’s geschafft!“

R – Realistisch

Plane lieber weniger Zeit für Deine regelmäßige Praxis ein, aber diese „Deine Yogazeit“ dafür regelmäßig! Setz Dich selbst nicht von Anfang an unter Druck, sonst ist der Schritt zurück schneller getan, als man das haben möchte!

T – Terminiert

Trag Dir Deine Yogapraxis akribisch im Kalender ein – Smartphone oder gut bewährter Papierkalender – Hauptsache das Rendezvous mit Dir und Deiner Matte bekommt den Stellenwert, den es verdient hat!

 

Aller Anfang mag ungewohnt sein, aber es lohnt sich auf alle Fälle und schon bald wirst Du keinen Mattenmoment mehr missen wollen. Relax – geh nicht zu verbissen an die Sache ran – bleib realistisch und vor allem – bleib Dir selbst treu! Betrüge Dich nicht, wenn Du mal keine Lust hast – gönn Dir Auszeiten und vor allem – belohne Dich nach getaner Arbeit!

 

Denn vergiss nicht: „Im YOGA geht es nicht darum auf dem Kopf zu stehen, sondern fest auf den eigenen Füßen!“ (Kausthub Desikachar)

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